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Wer einen klaren Standpunkt vertritt, braucht gutes Schuhwerk – 20 Jahre Timberland Werbung

Im Herbst 1992 hielt das geeinte Deutschland den Atem an. In den neuen Bundesländern hatte sich der Mob formiert und belagerte die Wohnquartiere asiatischer und afrikanischer Fremdarbeiter der ehemaligen DDR. Unterkünfte wurden bestürmt, Häuser brannten und Menschen kamen zu Schaden.

Gegen Fremdenhass und für mehr Menschlichkeit

Es war die Zeit der Lichterketten gegen Fremdenhass und für mehr Menschlichkeit. Viele international agierende Firmen wollten dabei nicht schweigend am Rande stehen. Unternehmen wie Lufthansa, Deutsche Bank und Siemens schalteten Anzeigen und bezogen klare Positionen gegen Xenophobie.

Das Timberland Statement

Auch wir sollten für Timberland ein ureigenes Statement abgeben. Anders jedoch als die anderen, wollten wir uns nicht dem Vorwurf gutmenschentümlichen Opportunismus aussetzen. Timberland war damals noch eine Insider-Marke, mit einem nicht geringen Anteil Kunden, denen das Engagement und verantwortliche Handeln der Firma wichtig war.

Der Timberland Yellow Boot als Botschaft

Genau das machten wir uns zur Grundlage unserer Idee für unsere erste Arbeit für Timberland. Eine Idee, die Gutes wollte, dabei aber nicht verleugnete, dass wir Schuhe und Kleider verkaufen. Unsere Idee: Wir positionierten den „Yellow-Boot“ als weltanschaulichen Gegenentwurf zum Springerstiefel. Der Doc Martens gehört fix zum Kleider-Code rechtsradikaler Skins und gewaltbereiter Neo-Nazis.

 

Gemacht für den Aufrechten Gang

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Wir hielten in Anzeigen und Aktionen dagegen und forderten junge Leute auf, sich im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres für das Gemeinwesen, für mehr Verständnis und Miteinander zu engagieren. Glaubwürdig wurde dieser Aufruf durch die finanzielle Unterstützung durch ein Sponsoring des Paritätischen Wohlfahrtverbandes.

Aus den damals erfolgreichen Social-Ad Kampagne wurde rasch der Look und das Konzept für die Timberland Kommunikation der folgenden Jahre.

Mittlerweile betreibt Timberland weltweit eine Vielzahl an Stores und Shop-in-Shops in Eigenregie oder zusammen mit Franchise-Nehmern. Die Guide Lines und Art Works zur Kommunikation kommen aus den USA. Die Inhalte, die Art und Weise wie man Kollektionen und kommunikative Konzepte in regionalen Märkten bis runter an den P.O.S. umsetzt, das kommt noch immer von uns.

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